Drama um russische U-Boote

Das US-Militär hat heute seine Besorgnis über russische U-Boote ausgedrückt, welche aggressiv operieren und sich auffällig oft in der Nähe von Unterseekabel befinden würden.

Diese Meldung möchten wir, vom Institut für Konfliktforschung in Syrien und der Ukraine, dazu nutzen, einen kleinen Rückblick über vermeintliche Vorfälle mit russischen U-Booten der letzten Zeit zu bieten.

In guter Erinnerung sollte uns die Sichtung eines U-Bootes vor der schwedischen Küste im Herbst 2014 sein, bzw. sogar der Empfang eines SOS-Signals eines U-Bootes.
Gleich nach Beginn dieser U-Boot-Affäre war das schwedische Militär dazu gezwungen, einzugestehen, dass absichtlich falsch darüber berichtet wurde und falsche Bilder verwendet wurden. Am 24.Oktober 2014 meldete man offiziell, dass das russische U-Boot entkommen sein soll. Sogar Bilder einer mysteriösen schwarz gekleideten Person geisterten durch die Medien, vermutet wurde ein russischer SpezNaz, im Endeffekt war es der Fischer Ove. Am 27.Oktober berichtete eine schwedische Zeitung darüber, dass niemals ein SOS-Signal empfangen wurde. Und letztendlich, ein halbes Jahr später, kam eine schwedische Untersuchungskommission zum Schluss, dass es kein U-Boot, sondern ein Arbeitsschiff war.
Diese Affäre kam zufälligerweise zu einem günstigen Zeitpunkt, um die Erhöhung der Militärausgaben Schwedens zu rechtfertigen.

Eine ganz besondere Beziehung zu U-Booten hat auch das UK. 2009 kollidierte ein U-Boot Großbritanniens mit einem französischen und beide Parteien versuchten, die Kollision geheim zu halten. Am 17.05.2015 veröffentlichte ein ehemaliger Royal-Navy Mitarbeiter einen Bericht über den desaströsen Umgang mit den eigenen U-Booten auf Wikileaks und wenn man sich die Situationen, welche in diesem Bericht beschrieben werden, vor Augen führt, wundert es nicht, dass das UK den Bau neuer U-Boote ankündigt, um die alten zu ersetzen.

Im April 2015 verfing sich ein U-Boot im Netz eines schottischen Fischerbootes, welches daraufhin fast sank. Selbstverständlich war sofort der Schuldige klar: Russland.
Um den Beitrag aus dem Spiegel zu zitieren:

Die britische Marine sieht sich keiner Schuld bewusst. Ihm sei gesagt worden, so Macleod, dass das Verteidigungsministerium keine U-Boote zu der fraglichen Zeit in dem Bereich stationiert gehabt habe. Das bestätigte die Royal Navy auch auf Nachfrage der BBC. Ein Sprecher der Marine wollte sich nicht weiter dazu äußern, teilte jedoch mit, der Vorfall werde untersucht. Man nehme Hinweise ernst, dass sich fremde U-Boote in britischem Hoheitsgewässer befinden könnten.
In den britischen Medien wird nun spekuliert, ob es sich um ein russisches U-Boot handelte.

5 Monate dannach: “Sorry, it was us all along!”
Unerwarteterweise war es doch ein U-Boot der Royal Navy.

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