MSF-Untersuchung: Keine bewaffneten Kobattanten in Kunduz-Krankenhaus

Eine von Ärzte ohne Grenzen intern durchgeführte Untersuchung kam zum Schluss, dass weder zum Zeitpunkt der Bombardierung des Krankenhauses in Kunduz durch die US-Truppen und auch nicht davor bewaffnete Gruppen im Krankenhaus anwesend waren – Die von MSF selbst gesetzten Regeln wurden stets ohne Ausnahme eingehalten.

Die Behauptung, dass Taliban-Kämpfer im Krankenhaus anwesend gewesen wären, war die erste Reaktion der USA nach der Bombardierung, dieses Statement wurde nach wenigen Tagen zurückgezogen und auf die Behauptung geändert, die Koordinaten wären ihnen von den afghanischen Truppen übergeben worden.

Ärzte ohne Grenzen hat mit dieser internen Untersuchung erstere Behauptung der USA vehement verneint.
Parallel dazu kam erneut die Aufforderung an die USA und Afghanistan, eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls zuzulassen. Eine Petition dazu läuft schon seit wenigen Wochen, zur Zeit haben rund 460.000 Personen unterschrieben.

Den vollständigen Bericht und eine chronologische Aufarbeitung des Vorfalles liefert MSF hier.

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